Der Goldfisch, der von einem Glas ins andere hüpft
Wie viele Präsentationen über Tschejntsch oder Innowejschen hast du schon erlebt, bei denen das Bild von dem Goldfisch gezeigt wurde, der von einem Glas ins andere hüpft? Man müsste glatt mal nachschauen, ob es dieses Wechselbad schon ins Guinessbuch der Rekorde geschafft hat: als meistverwendetes Bild in Publikationen, die irgend etwas mit Veränderung oder Innovation zu tun haben. Alle Achtung!
Stell dir mal eine der Präsentationen vor, bei denen dieses Bild gezeigt wurde. Was hätte es mit dir gemacht, wenn stattdessen das Bild eines Grabsteins gezeigt worden wäre? Oder eines Schnullers. Oder eines Hammers. Oder eines Bergpanoramas. Oder, oder, oder eines Gänseblümchens, das sich durch den Straßenbelag kämpft.
Ehrlich gesagt, ich kann mich fast am ehesten mit dem Grabstein anfreunden. Dann wäre zumindest klar, dass so einiges beerdigt werden muss, wenn Neues wirklich gelingen soll. Solange Menschen, die anderen etwas präsentieren, nicht weiter denken als: “Ich hab da eine Aussage und brauche noch schnell ein Bild dazu!”, werden wir uns den Goldfisch, der von einem Glas ins andere hüpft, wohl noch einige Male anschauen dürfen.