Leitung ist Arbeit.
Machst du das, wofür du bezahlt wirst? Wohl jeder Job hat Anteile von doing, coaching und deciding. Doing: die Dinge, die du selbst tust. Coaching: deine Aktivitäten, mit denen du anderen hilfst, Dinge zu tun. Deciding: die Entscheidungen, die du triffst.
Du leitest ein Team? Also hast du ein paar Dinge mehr zu entscheiden als die anderen Teammitglieder. Vor allem aber: Du unterstützt die anderen dabei, einen richtig guten Job zu machen (coaching). Woher nimmst du dir die Zeit dafür?
Ach so, die packst du obendrauf? Oder aber: Du machst das irgendwie zwischendurch? Bei Licht betrachtet bedeutet beides: Du nimmst deine Leitungsaufgabe nicht ernst, und wahrscheinlich bist du Richtung Burn out unterwegs. Wenn du nebenher leitest, leidest du. Und andere leiden unter deiner Leitung. Du machst also einen schlechten Job. Faustregel: Wenn du ein Team mit 10 Leuten leiten willst, solltest du dafür die Hälfte deiner Arbeitszeit einplanen. Nur fürs Leiten. Für nichts anderes.
Du hast ein schlechtes Gewissen, weil du dann weniger arbeiten würdest? Das ist Quatsch, denn Leitung ist Arbeit. Und wenn du Leiter_in bist, wirst du dafür bezahlt, dass du leitest. Noch mal: dafür, dass du die anderen dabei unterstützt, einen richtig guten Job zu machen. Erst wenn du das mit der nötigen Zeit und Kraft tust, kannst du wirklich ein gutes Gewissen haben.