Keine Leitung ist auch keine Lösung.

Mein Eindruck: Menschen, die Leitung neu erfinden oder ganz abschaffen wollen, verwenden, bevor sie damit anfangen, erst mal ziemlich viel Energie darauf, klassische Leitung in Bausch und Bogen zu verdammen. Sie stellen “die Pyramide” nach allen Regeln der Kunst als hoffnungsloses Auslaufmodell dar. Und werden dabei oft ein bisschen polemisch, argumentieren pauschal, urteilen wenig differenziert.

Ohne Frage: Die Vergangenheit hat eindrucksvoll bewiesen, was Leitung verhindern und anrichten kann. Doch ist Leitung nicht allein deshalb schlecht, weil schlechte Leiter schlecht leiten. Genau wie Kaffee nicht deshalb schlecht ist, weil literweise schlechter Kaffee getrunken wird. Ich habe zwar volles Verständnis, wenn angesichts dessen jemand ruft: “Nie mehr Kaffee!” Oder: “Nie mehr Leitung!”

Meine Meinung: Statt “Nie mehr!” zu rufen, wäre es viel besser, genauer hinzuschauen, was falsch läuft. Beim Anbau, bei der Ernte, bei Transport und Lagerung, beim Rösten, beim Mahlen und bei der Zubereitung. Und genau wie beim Kaffee lohnt es sich auch bei Leitung, genauer hinzuschauen. Ich lade dich ein, das gemeinsam mit mir zu tun. Lass gern deine Gedanken zu meinen “Leitungsthesen” rüberwachsen.

Meine Behauptung: Gute Leitung ist ein Segen. Genau wie guter Kaffee. Auch wenn Leitung in der Vergangenheit unglaublich viel Gutes verhindert und unendlich viel Schlimmes angerichtet hat. Und auch wenn Tag für Tag jede Menge Kaffee getrunken wird, der mit Fug und Recht das Prädikat “toxisch” verdient. Ich gebe die Hoffnung nicht auf. Noch nicht.

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Leitung ist Arbeit.

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Warum Scrum mir nicht in den Kopf geht