Emojis, mal ganz im Ernst

1. Die alten Emojis von Microsoft: 2D mit kräftiger Outline. 2. Die dann neu entwickelten Emojis von Microsoft: 3D, softe Farben, keine Outline. 3. Die neuen Emojis von Microsoft: eine Mischung aus beidem. Man könnte sagen: nicht Fisch, nicht Fleisch

Danke, funk, für euren freundlich-ironischen Post! Und danke, Microsoft, für euer anschauliches Beispiel! Überzeugender kann man kaum zeigen, was passiert, wenn…

…erstens: etwas, das gar nicht so schlecht ist, aber gravierende Schwächen hat (old Emoji), dadurch verbessert werden soll, dass man genau das Gegenteil macht (3D Emoji).

Ergebnis: Was vorher gut war, ist jetzt schlecht, was vorher schlecht war, ist jetzt gut. Auch nicht besser, aber ebenfalls annehmbar.

…zweitens: leider nicht „Helmut aus der Teeküche“ kommt (wie Leo aus dem funk-Team vermutet), sondern wahrscheinlich eine gaaanz wichtige Person aus ihrem Executive Office: „Wir bringen die Stärken von beiden Lösungen zusammen, dann haben wir’s!“ Das Ergebnis: ein Bild des Jammers (Windows 11 Emoji).

Damit bekommen wir folgendes Phänomen plastisch vor Augen geführt: Die denkbar schlechteste Lösung entsteht oft dadurch, dass man versucht, das Gute von zwei gar nicht mal so schlechten Lösungen zusammenzupacken.

Wenn man unterschiedliche Lösungsansätze hat, ist es natürlich absolut vernünftig, einen Ansatz auszuwählen und dann zu schauen, ob man Vorzüge anderer Ansätze integrieren kann. Das aber niemals auf Kosten des Wow-Faktors der ausgewählten Lösung!

Wenn eine Lösung durch Optimierung ihr Gesicht verliert: Finger weg! Denn eine Lösung ohne Schwächen ist fast immer eine schwache Lösung.

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Warum das Problem nicht das Problem ist

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